In den Fächern Deutsch, Englisch oder Französisch kann die Sichtung und Besprechung eines Films unterschiedliche Gründe haben: Ein wichtiger Aspekt ist die
Literaturverfilmung, der Film zur Lektüre. Der Film als Illustration des Textes. Nach der Textbesprechung kann ein Film als eine Möglichkeit der Textinterpretation gesehen werden. Jede Literaturverfilmung muss eine Auswahl treffen und die Entscheidung für eine Lesart. Es kann - sei es als Einstieg in die eigene Interpretation oder als eine Art „Überprüfung“ der eigenen Textanalyse - für eine Klasse oder einen Kurs sehr anregend sein, sich mit der Verfilmung des Stoffes auseinanderzusetzen.
Ein weiterer wichtiger Aspekt betrifft den Film als eigenständige Kunstform, die aus ihrer Formensprache heraus sich selbständig eines Themas annimmt. Immerhin dürfte fast jeder zweite Film eine literarische Vorlage haben. Wir sehen also viele Filme, ohne deren literarische Vorlagen zu kennen. Hier steht der Film als Kunstform im Mittelpunkt des Interesses und damit Begriffe wie Filmsprache, Filmästhetik, filmische Narration.
Das Institut für Kino und Filmkultur will mit dem Konzept der Unterrichtsmaterialien
Film-Hefte und
Kino & Curriculum beiden Aspekten Stoff liefern: Die Materialien zum Film umfassen eine Besprechung der Inhalte und Themen und sie liefern im Kapitel „Filmsprache“ Hinweise zur formalen Analyse des Films.